“HOF ist BUNT” erhält Auszeichnung in Augsburg

Preisverleihung Augsburg 7.5.2013

von links: Rainer Krauß, MdB Gabriele Fograscher, Wastl Steinhäußer, Stellvertretender Dekan Thomas Persitzky, Silke Malburger, Hartmut Hendrich

Aktionsbündnis erhält für den Aktionstag am 1.Mai 2012 Auszeichnung vom “Bündnis für Demokratie und Toleranz” der Bundeszentrale für politische Bildung – Preisgeld wird nach Regnitzlosau weitergegeben.

Hof/Augsburg – Das Aktionsbündnis “HOF ist BUNT – 1.Mai 2012 – Nazifrei”, ein Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Einzelpersonen aus dem Hofer Raum, das sich hauptsächlich aus den Mitgliedern des Bündnisses für Zivilcourage in Hof zusammensetzt, welches am 1. Mai 2012 mit einem gross angelegten Aktionstag zeigte, dass es in Hof keinen Platz für Rechtsextremisten gibt, durfte am Dienstag, den 7.Mai, im Goldenen Saal der Stadt Augsburg eine Auszeichnung von der Bundestagsabgeordneten Frau Gabriele Fograscher, Mitglied im Beirat des “Bündnis für Demokratie und Toleranz” (BfDT), entgegennehmen.

Zusammen mit 6 anderen Projekten aus Bayern, darunter “Weiden ist bunt”, und der Asylgruppe St.Rochus der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Zirndorf, wurden die Hofer dafür ausgezeichnet am 1.Mai 2012 ein äußerst öffentlichkeitswirksames Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt zu haben.

Neonazis mobilisierten für den 1.Mai 2012 einen Demonstrationszug quer durch die Stadt Hof. Um dem ein friedliches Zeichen entgegenzusetzen und den Neonazis einen großen Aktionsraum in der Hofer Innenstadt zu entziehen, gründete sich bereits im März 2012 die Gemeinschaftsaktion “HOF ist BUNT”, die es schaffte am 1.Mai 2012 eine große Demonstration gegen Rechts und ein buntes Fest in der kompletten Hofer Innenstadt mit über 5000 Teilnehmern, darunter auch dem Bundesinnenminister, zu veranstalten.

Die Auszeichnung und das Preisgeld nahmen, stellvertretend für das Aktionsbündnis, Rainer Krauß, Pressesprecher der Stadt Hof, und Wastl Steinhäußer, der technische Organisator hinter der Veranstaltung und lokaler Piraten-Vorsitzender, entgegen. Steinhäußer betonte die wohl “einmalige Breite des Bündnisses, welches sowohl politisch von CSU bis DKP, von Grüne über Piraten, SPD, FDP und Die Linke umfasste, als auch die Gewerkschaften, Kirchen, die israelitische Kultusgemeinde, die Hofer Vereine, Antifa-Gruppen, Schulen und auch die Hofer Musik-Initiative ‘IN.die.Musik’”. Er machte auch klar dass die Stadt Hof sich in einer schwierigen Lage befand da sie zum einen als Ordnungsbehörde neutral bleiben musste, aber natürlich den Nazis keine Bühne in Ihrer Stadt geben wollte und bedankte sich in diesem Zusammenhang bei Pressesprecher Rainer Krauß der sehr viel persönliches Engagement einbrachte.

Steinhäußer betonte, daß ohne die breite Unterstützung der gesamten Bevölkerung die am 1.Mai an den Veranstaltungen teilnahm diese Aktion unmöglich gewesen wäre. Besonderer Dank gilt auch dem DGB Oberfranken-Ost, der die Einzel-Veranstaltungen des Bündnisses, an diesem Tag der Arbeit, anmeldete und auch einen Großteil der Kosten des Aktionstages übernahm.

Rainer Krauß bedankte sich besonders auch bei dem zur Preisverleihung in Augsburg anwesenden Hartmut Hendrich von der EIBA-Evangelische Jugendsozialarbeit, der das “Bündnis für Zivilcourage” in Hof seit Jahren sehr erfolgreich koordiniert und bei dem ebenfalls anwesenden stellvertretenden Dekan Thomas Persitzky für die Unterstützung durch die Religionsgemeinschaften.

Die Moderatorin des 1.Mai 2012, Silke Malburger, präsentierte bei der Preisverleihung die PR-Arbeit des Bündnisses.

Das Preisgeld in Höhe von 2000 Euro erhält die Gemeinde Regnitzlosau zur Unterstützung der Jugendarbeit um hier gezielt der Problematik des Ortes Oberprex durch rechtsradikale Vereinnahmung entgegenzuwirken. Hierfür plant man in Regnitzlosau ab Herbst eine Vollzeitstelle für einen Jugendreferenten oder eine Jugendreferentin einzurichten welche durch Gelder der evangelischen Kirche, der Gemeinde, des Landkreises, sowie aus Spenden, wie diesem Preisgeld, finanziert werden soll.
Das Bündnis “HOF ist BUNT” hofft damit einen weiteren Beitrag für die Arbeit gegen des Rechtsextremismus im Hofer Raum zu leisten.

 

 

 

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